Projektteam: Christian Uhl, Paco Motzer, Mona Rauch, Lara Grefer
In Zusammenarbeit mit Simon Bonet & Friedrich Wittmann Landschaftsarchitekten

Jahr: 2025
Ort: Simmerath
Grundstücksgröße: 12.950 m²
BGF: 3.030 m²
Leistungsphasen: Hochbaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit beschränktem Teilnehmendenkreis nach RPW 2013
Auftraggeber:in: Gemeinde Simmerath

Mit dem geplanten Bürgerhaus und der Erweiterung des Rathauses wird der zentrale Rathausplatz in Simmerath neu gedacht. Zwei präzise gesetzte Baukörper werten das städtebauliche Umfeld auf, stärken die Raumkanten und schaffen neue Angebote für die Bürgerschaft. Zwischen Rathausplatz und Bürgerpark entsteht ein klarer Übergang – mit neuen Wegen, Aufenthaltsqualitäten und Raum für gemeinschaftliches Leben.

Das Bürgerhaus wird zur einladenden Adresse am Platz und beherbergt künftig vielfältige Nutzungen: Volkshochschule, Bürgerberatung, eine moderne Bibliothek, Jugendräume, ein öffentliches Wohnzimmer mit Küche und einen Veranstaltungsbereich im Untergeschoss mit direktem Zugang zum Park. Großzügige Glasflächen öffnen das Gebäude zu beiden Seiten und laden zum Eintreten ein.

Der Entwurf knüpft an städtebauliche Konzepte aus den 1970er Jahren an und interpretiert sie zeitgemäß weiter. Der bislang diffuse Übergang zum Bürgerpark wird neu strukturiert: Eine breite Freitreppe mit barrierefreier Rampe, ergänzt durch Sitzstufen und Terrassen, schafft eine klare Verbindung und Aufenthaltsqualität für alle Generationen.

Auch die Rathauserweiterung fügt sich zurückhaltend und funktional in das Ensemble ein. Ein offener Sockelbereich bietet Platz für ein Parkdeck, das gleichzeitig bei Veranstaltungen als überdachte Fläche genutzt werden kann. Im Inneren entstehen neue Büroflächen, Fraktionsräume und ein Trauzimmer – alles effizient erschlossen über ein zentrales Atrium.

Der Bürgerpark selbst wird mit einem neuen Rundweg, ökologisch aufgewerteten Wiesenflächen und ergänzenden Pflanzungen weiterentwickelt. Bestehende Spielbereiche bleiben erhalten, neue Aufenthaltsorte kommen hinzu. Nachhaltige Bauweise, erneuerbare Energien und regionale Materialien sorgen für eine zukunftsfähige Umsetzung.