Projektteam: Paco Motzer, Christian Uhl, Jasper Krause, Mona Rauch mit KKLF Nürnberg
Die lockere Bebauung am Heroldsberger Weg wird behutsam erweitert. Der Charakter des Ortes mit seinem beeindruckenden Grünraum und Baumbestand werden als Genius Loci des Grundstücks festgeschrieben dessen Erhalt die wichtigste Prämisse des Entwurfs bildet. Die Geschäftsstelle des Siedlungswerkes wird mit drei Interventionen erweitert. Durch die Aufstockung von Bauteil 2 wird städtebaulich an die dreigeschossige Bebauung im Süden angeschlossen. Die Höhendifferenz zwischen Bauteil 1 und 2 schafft ein spannungsvolles Miteinander. Die eingeschossigen Erweiterungen auf Erdgeschossebene verbinden und erweitern die Geschäftsstelle und schaffen für Besucher und Mitarbeiter neue räumliche Qualitäten und Bezüge zum Grünraum. Im Norden wird das Prinzip der behutsamen Erweiterung aufgegriffen. Das 1,5 geschossige Gebäude mit Gaststätte bleibt erhalten, die Anbauten werden rückgebaut. Der Außenbezug wird durch den offenen Biergarten sowie einen Kinderspielplatz gestärkt. Der Parkplatz im Nord-Westen soll entsiegelt und dem Grünraum zugeschlagen werden. An der Stelle der heutigen Parkgaragen im Norden tritt ein viergeschossiges Punkthaus, welches mit einem kleinen Fußabdruck ausreichend Abstand zu den Stieleichen hält.
Die Bestandsgebäude der Geschäftsstelle bilden den Ausgangspunkt der Erweiterung. Bauteil 1 und 2 werden erhalten und durch die Interventionen gestärkt. Im Verbindungsgang zwischen den Baukörpern wird der Publikumsverkehr bedient. Bauteil 1, das Herzstück, bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Im Erdgeschoss befinden sich die Team Zone des Empfangs, IT und Presse sowie ein neuer Breakout-Space. Die Struktur der Geschäftsleitungsebene wird beibehalten. Durch einzelne großformatige Fensteröffnungen wird der Außenraumbezug gestärkt. Die Verengung des Verbindungsganges bietet einen spannungsvollen Übergang zum Bauteil 2. Zudem wird der Empfangsbereich durch die Verjüngung von den Arbeitsbereichen visuell getrennt. Im Erdgeschoss wird der Baukörper nach Osten durch einen großzügigen verglasten Cafeteria- und Konferenzraum erweitert. Die zuschaltbaren Räume schaffen für Besucher und Mitarbeiter einen starken Bezug zum Grünraum und bilden einen Kontrast zu den Bestandsbauten. Eine zweite Treppe im Süden erweitert Baukörper 2 und erzeugt eine weitere Verbindung der Bürogeschosse. Im Kontrast zu den Lochfassaden der Bestandsgebäuden wird die Aufstockung mit großformatigen Schiebefenstern ausgeführt.