Projektteam: Christian Uhl, Paco Motzer mit Popticum
Der Sommerpavillon aus dem Jahr 2023 wurde im darauffolgenden Sommer in seiner Grundstruktur erneut auf der Brachfläche im Regierungsviertel errichtet. Aufgrund der kurzen Standzeit wurde ein bewusst ressourcenschonender Ansatz gewählt: Ein Großteil der Konstruktion basiert auf vorhandenem Lagermaterial des Gerüstbauers.
Terrasse und Dach wurden aus gebrauchten Baubohlen, Seekieferplatten und Kanthölzern realisiert. Vorhänge und Sitzbänke, die bereits Teil des ursprünglichen Pavillons waren, kamen erneut zum Einsatz. Durch die Kombination von Alt und Neu, Gebraucht und Neuwertig entsteht eine eigenständige Ästhetik, die Besucher:innen dazu anregt, über die Angemessenheit räumlicher Interventionen und den Wert kreislauffähiger Materialien zu reflektieren.
Zentrales Element ist ein wandelbarer Bühnenraum, der die Gerüststruktur mit einem leichten, beigen Schattiernetz umhüllt. Unterschiedliche Öffnungen ermöglichen gezielte Aus- und Einblicke. Orangene Zugseile heben den Stoff in verschiedenen Bereichen an und schaffen so eine variable räumliche Inszenierung, die den Pavillon je nach Nutzung und Tageslicht immer wieder neu erlebbar macht.